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  1. #1
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    Neuaufbau AMEWI AM10SC PRO

    Ich bin Mitte 2018 über meinen Sohn zum RC-Fahrzeug gekommen. Nachdem ich mir einen neuen AMEWI Short Course (AM10SC V2) gekauft hatte und diesen nach und nach verbessert habe, bin ich über eine Kleinanzeige auf eine PRO-Version dieses Fahrzeugs als Roller (kein Servo, kein Motor, keine Elektronik, aber mit Karosse und Rädern) gestoßen. Angeblich sollten die drei Diffs. neu sein und der Rest der Technik i.O. Naja, für 65 Euro war das Teil dann meins...

    Nachdem das Teil angekommen war, habe ich es erstmal komplett bis auf die letzte Schraube zerlegt. Die erste Bestandsaufnahme war dann etwas ernüchternd:


    - Mitteldiff. schwergängig bis hakelig, die vier Kegelzahnräder haben es hinter sich

    - das große Zahnrad im Heckdiff. hat partiell Karies, die Zähne des dazugehörigen Trieblings sind stark abgenutzt

    - eine CVD-Antriebswelle ist total krumm

    - die Bohrungen für die Lagerung der Achsschenkel im C-Hub sind oval

    - alle vier Radmitnehmer hatten schon Kontakt mit blockierten Radlagern und sind entsprechend abgerieben

    - eines der seitlichen Plastikteile zur Versteifung der Chassisplatte war gebrochen, beide Teile aber noch vorhanden


    Aber immerhin waren alle Chassisteile gerade, sprich keine schweren Unfallfolgen zu verzeichnen.

    Als Zielvorgaben für das Projekt habe ich mal folgendes gesetzt:

    1. Leichtbau: Aluschrauben, Titanteile (z.B. Spurstangen), Carbonteile (z.B. Dämpferbrücken)

    2. Antrieb auf Basis 4S mit sensorgesteuerten Motor. Derzeit tendiere ich bei der Regler-Motor-Combo zum XERUN XR8 SCT mit Xerun Brushless Motor 4268SD 2600kV. Da ich wegen der besseren Gewichtsverteilung 2x 2S-Akkus verbauen will, muss ich einen kurzen Motor nehmen. Die Länge des Motors ist auf maximal 68 mm begrenzt, sonst bekomme ich den zweiten Akku nicht unter.

    3. Die Lenkung soll möglichst spielfrei sein. Sämtliche Drehpunkte von Lenkung und Radaufhängung sollen deswegen mit spielfreien Kugelgelenken von RC4WD ausgerüstet werden und die Lagerung des Achsschenkels im C-Hub auf Kugellager umgebaut werden.

    4. Die obere Führung aller Radträger soll von zwei auf vier Anlenkpunkte umgebaut werden, um eine möglichst genaue Radführung zu gewährleisten

    5. Als Querlenker soll die Alu-Version von AMEWI verbaut werden

    6. Als Felgen sollen die Proline 2715-04 Split Six mit entsprechenden Reifen Verwendung finden

    7. Als Dämpfer sollen längere Varianten (95/105 mm) verwendet werden. Was genau, ist noch offen. Ich tendiere derzeit zu den XD Dual Rate Piggyback von GMade.


    Bezüglich des Servo habe ich mich für den Futaba S9353HV entschieden. Da ich eine Futaba-Funke habe und die Kombination mit dem R203GF und dem S9370SV im anderen Fahrzeug super funktioniert, bin ich wieder bei einem Futaba-Servo hängen geblieben.

    Da heute die erste Ladung Aluschrauben angekommen ist, habe ich damit begonnen, das Chassis zu montieren. Anbei an paar Bilder.

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    Dann noch eine Frage an die Spezialisten: An den beiden schmalen Enden der Chassisplatte befinden sich jeweils auf beiden Seiten so Ansätze, die unter die Querlenker reichen. Auf dem nachfolgenden Bild habe ich den Bereich rot umrandet:

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    Die Funktion dieser Verbreiterungen ist mir schleierhaft. Sie verhindern jedenfalls das Ausfedern der Räder, indem sie die Querlenker blockieren. Ich würde diesen Teil des Chassis einfach absägen. Vielleicht bin ich aber auch zu vorschnell...

    Florian
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  2. #2
    Mitglied Avatar von Pickard

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    AW: Neuaufbau AMEWI AM10SC PRO

    Wie alt ist der Sohn, hat der auch Bock da drauf?

  3. #3
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    AW: Neuaufbau AMEWI AM10SC PRO

    Der ist jetzt fast neun. Zuerst ist er mit einem Fertigfahrzeug von CARRERA durch die Gegend gefahren. Als er das niedergekämpft hatte, haben wir uns zusammen einen gebrauchten AM10SC ausgeguckt, auch weil er mit meinem leihweise richtig Spaß hatte und ich bereits die Schwachpunkte des Fahrzeugs ganz gut kannte. Der Kauf war ein echter Glücksgriff und seitdem kurvt er mit dem Ding glücklich durch die Pampa. Inzwischen schraubt er auch selbst an dem Fahrzeug und beseitigt die kleineren Blessuren.
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  4. #4
    Mitglied Avatar von Pickard

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    AW: Neuaufbau AMEWI AM10SC PRO

    Das ist cool. Meist hat man Probleme mit der Frau, das Zeugs kostet ja ein paa Euros. Fährst Du mehr auf Strasse oder im Gelände?

  5. #5
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    AW: Neuaufbau AMEWI AM10SC PRO

    Zitat Zitat von Pickard Beitrag anzeigen
    Meist hat man Probleme mit der Frau, das Zeugs kostet ja ein paa Euros.
    Naja, Rechtfertigungsdruck ist schon manchmal vorhanden. Als sich beim Fahrzeug meines Sohnes andeutete, dass sich der Servo des RtR-Pakets zeitnah verabschieden wird, musste ich schon ein wenig reden, bis ich einen halbwegs stabilen und dennoch zügig arbeitenden Servo von SAVÖX bestellen durfte.

    Zitat Zitat von Pickard Beitrag anzeigen
    Fährst Du mehr auf Strasse oder im Gelände?
    Unterschiedlich: Hier bei uns zu Hause fahren wir meistens am Wochenende auf den großen leeren Parkplätzen und stecken Kurse mit Pylonen ab. Ab und an gehen wir auch auf eine Skaterbahn. Bei meinen Schwiegereltern gibt es in der Nähe einen großen Park mit diversen Möglichkeiten (große Skaterbahn, Bombentrichter auf einem ehemaligen Bunkergelände, große Wiese mit Sandhügeln). Dort nerven bei zu guten Wetter allenfalls die vielen Hunde ohne Leine.

    Florian
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  6. #6
    Mitglied Avatar von Pickard

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    AW: Neuaufbau AMEWI AM10SC PRO

    Jo, Hunde können echt eine Plage sein, besonders die Besitzer sind ätzend. Meckern einen an und lassen ihre geliebten Vierbeiner aber ohne Leine laufen. Wer zahlt dann das Modell, wenn die das schrotten.

    Pit

  7. #7
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    AW: Neuaufbau AMEWI AM10SC PRO

    Zitat Zitat von Pickard Beitrag anzeigen
    Wer zahlt dann das Modell, wenn die das schrotten.
    An mein Fahrzeug kommen die meisten Hunde nicht ran, weil die zu langsam sind. Ich habe da mehr ein Thema mit, wer den Hund bezahlt, wenn 2,5 kg mit ordentlich Geschwindigkeit an dessen Beine fahren. Naja, ist ein müßiges Thema...

    Was ich dieses Jahr mal mit dem RC ausprobieren will, ist ein Off-Road-Park. Ich fahre neben dem RC auch einen Geländewagen in 1:1, so dass ich ab und an in solchen Fahrgeländen unterwegs bin.

    Florian
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  8. #8
    Mitglied Avatar von Pickard

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    AW: Neuaufbau AMEWI AM10SC PRO

    Bist Du versichert? Flieger müssen z.B. Eine Versicherung haben. Abgesehen bon den Hunden kann auch sonst was passieren.

  9. #9
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    AW: Neuaufbau AMEWI AM10SC PRO

    Flieger brauchen meines Wissens ab 30 m Flughöhe eine besondere Haftpflichtversicherung. Bodengebundene RC-Fahrzeuge sind dagegen von der normalen Privathaftpflichtversicherung mit abgedeckt. Letztere habe ich bereits seit vielen Jahren.

    Was fährst Du so?

    Florian
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  10. #10
    Mitglied Avatar von Pickard

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    AW: Neuaufbau AMEWI AM10SC PRO

    Ich fahre einen getunten Grasshopper. Mit Lipo. Der geht ab wie Sau. Versicherung braucht man bei Fliegern schon wenn man im Vorgarten fliegt nicht erst ab 30m.

  11. #11
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    AW: Neuaufbau AMEWI AM10SC PRO

    Habe heute mal weiter gemacht mit dem Aufbau:

    1. C-Hub mit Kugellagern ausrüsten

    Die Lagerung des Achsschenkels/Radlagerträgers im C-Hub ist beim AM10SC ab Werk eine Katastrophe. Oben wird ein Kugelkopf M3 mit Schaft und unten eine Inbusschraube M3 mit Blechhülse als Abstandshalter durch den C-Hub in den Radlagerträger geschraubt. Diese Konstruktion arbeitet sich relativ schnell durch das Kunststoffmaterial des C-Hub und weitet die Löcher oval aus. Das Ergebnis ist eine Radaufhängung mit ordentlich Spiel und eine ungenaue Lenkung.

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    Da der C-Hub aber immerhin mit ordentlichen Materialstärken und einem ausreichend zähen Kunststoffmaterial gesegnet ist, kann man ihn mit Rillenkugellagern in den Abmessungen 3x7x3 mm ausrüsten. Dazu werden nur wenige Werkzeuge benötigt:

    - Bohrständer mit möglichst langsam laufenden Antrieb/Bohrmaschine (<500 U/min)
    - Maschinenschraubstock
    - Schraubzwinge
    - Stufenbohrer 5,0/6,6 mm

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Name:	IMG_0609.jpg 
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    - Holzbohrer 7,0 mm
    - Kegelsenker
    - Metallbohrer in 4,0 mm, 5,0 und 6,0 mm
    - Kombizange

    Wichtig ist dabei, den C-Hub mit der Lagergasse, also den beiden Bohrungen möglichst exakt senkrecht zum Bohrfutter auszurichten und in dieser Position zu halten. Ich mache dies mit einem 4,0 mm Bohrer, der exakt durch beide Löcher passt und mit dem sich der C-Hub genau im Maschinenschraubstock zum Bohrfutter hin ausrichten lässt:

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    Den Maschinenschraubstock fixiere ich dann noch gegen Verrutschen mit einer Schraubzwinge auf dem Tisch des Bohrständers.

    Zunächst bohre ich die vorhanden beiden Löcher auf 5,0 mm auf, um den C-Hub nach dem Setzen des ersten Lagersitzes und dem Umdrehen im Maschinenschraubstock wieder exakt zum Bohrfutter hin ausrichten zu können

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    Dann setze ich mit dem Stufenbohrer an und bohre mit dem zweiten Teil des Bohrers den eigentlichen Lagersitz mit zunächst 6,6 mm Außendurchmesser. Dabei gehe ich auf der Oberseite des C-Hubs nur ca. 2,7 bis 2,8 mm tief in das Material hinein, da ich hier im Gegensatz zur Unterseite nicht sehr viel Material zur Verfügung stehen habe.

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    Danach wird der Stufenbohrer durch einen Holzbohrer mit 7,0 mm ersetzt, das Werkstück bleibt an Ort und Stelle. Mit dem Holzbohrer wird dann der Lagersitz im endgültigen Durchmesser (= Lageraußendurchmesser) hergestellt. Weil der Kunststoff beim Bohren ein wenig ausweicht, hat der Lagersitz im Eregbnis einen Innendurchmesser von ca. 6,95 mm, so dass das Lager gut im C-Hub klemmt.

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    Dann drehe ich den C-Hub um, damit ich die Unterseite entsprechend bearbeiten bearbeiten kann. Das Einrichten erfolgt jetzt mittels 5,0 mm Bohrer, der durch die beiden Bohrungen gesteckt wird. Ansonsten sind die Arbeitsgänge exakt wie an der Oberseite, nur dass ich an der Unterseite den Lagersitz deutlich tiefer setzen kann (ca. 3,5 mm bei 2,0 mm Restmaterial zum radlagerträger hin).

    Abschließend wird die Lagergasse noch an den beiden Verengungen auf 6,0 mm aufgebohrt, damit die beiden Distanzhülsen (Außendurchmesser 5,5 mm) dort hindurch passen.

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    Dann die beiden Lagersitze noch mit einem Kegelsenker leicht anfasen, damit die Lager sich besser einpressen lassen. Das Ganze sieht dann so aus:

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    Die Lager selbst kann man dann mit einer Kombizange ganz gut einpressen. Das Ergebnis sieht dann so aus:

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    Jetzt muss nur noch der Radlagerträger mit Zwischenringen im C-Hub oben und unten ausdistanziert werden:

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    Der fertig im C-Hub montierte Radlagerträger sieht dann so aus (die überstehende Schraube muss noch gekürzt werden, sonst schleift sie an der Antriebswelle):

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Name:	Endergebnis - Detail Unterseite.jpg 
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    Um den originalen Kugelkopf mit dem Absatz weiter verwenden zu können, muss der Absatz von ca. 4,0 mm auf 3,0 mm abgedreht werden. Dazu spanne ich den Kugelkopf vorsichtig in das Bohrfutter der Bohrmaschine im Bohrständer und halte dann eine Schlüsselfeil an den rotierenden Schaft. Mit leichten Zugbewegungen der Feile lässt sich dann das Material am Schaft gleichmäßig abnehmen.

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Name:	IMG_0622.jpg 
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    Beim vorliegenden Projekt soll der Kugelkopf später gegen eine Aufnahme für ein weiteres Kugellager sowie zwei Anlenkpunkten für die Kugelköpfe der beiden oberen Radträgerstreben weichen.


    2. Vorspur an der Hinterachse auf 0,75° einstellen

    Ab Werk kann man die Spur der Hinterachse mittels Umsetzen der Kunststofflager der inneren Querlenkerwelle in deren Haltern in 1,5°-Schritten einstellen (1,5° Nachspur - 0° - 1,5° Vorspur). Die 1,5° Nachspur sind bekanntermassen nicht fahrbar, weil das Fahrzeug instabil ist. Bei 0° ist es nicht ganz so stark, aber ebenfalls unruhig. Bei 1,5° Vorspur (= Werkseinstellung) ist das Fahrverhalten im Geradeausmodus sehr ruhig und stabil. Dafür neigt das Fahrzeug unter Schub beim Einlenken zum massiven Übersteuern. Deswegen hatte ich mir bereits an meinem anderen SC einen Querlenkerhalter mit einer Vorspur von 0,75° gebaut. Den gibt es jetzt natürlich auch für die PRO-Variante:

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    Florian
    Geändert von HJ61 (07.01.2019 um 23:49 Uhr)
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  12. #12
    Mitglied Avatar von Pickard

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    AW: Neuaufbau AMEWI AM10SC PRO

    Hallo Flori, ich kann irgendwie die Fotos nicht sehen... was hast Du bei der Aktion an Dublonen da reingesteckt?

  13. #13
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    AW: Neuaufbau AMEWI AM10SC PRO

    Also bei mir sind die Fotos im Beitrag in klein zu sehen und wenn man draufklickt werden sie gesondert in groß geöffnet. Man muss aber dafür eingeloggt sein. Die Fotos wurden direkt über das Forum hochgeladen.

    Dublonen: Die gedichteten Kugellager kosten nicht die Welt, ca. 1,50 Euro pro Stück. Gibt es z.B. bei rc4speed.

    Die Distanzstücke kosten 3,95 Euro / 10 Stück. Die gibt es z.B. bei leichteschrauben.

    Am teuersten war der Stufenbohrer, der bei ca. 10 Euro liegt. Den habe ich über bohrerdiscount24 bezogen, genauso wie den 7mm Holzbohrer.

    Der Rest ist Standardausrüstung. Da das jetzt schon das zweite Fahrzeug ist, das ich umrüste, lohnt sich das schon. Sonst hätte ich ja auch 2x neue C-Hub kaufen müssen, die als Paar auch bei rund 10 Euro liegen.

    Der Querlenkerträger ist aus einem Rest Fensterbank (stranggepresstes Alu-Material = sehr hart / biegesteif) aus dem Metallschrott entstanden. Einfach das Originalteil aufgelegt, Umrisse und Bohrungen angezeichnet und dabei die Bohrungen für die Kunststoffeinsätze jeweils um 1,5 mm nach außen gesetzt. Der Rest ist feilen und sägen. Für mein anderes Fahrzeug habe ich mir vier solcher Querlenkerhalter gebaut, deren Bohrungen gegenüber dem Originalteil um 0,5 bis 2,0 in 0,5mm-Schritten nach Außen versetzt sind. Damit kann man den Nachlauf ausreichend fein gestuft einstellen.

    Florian
    Geändert von HJ61 (08.01.2019 um 10:21 Uhr)
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  14. #14
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    AW: Neuaufbau AMEWI AM10SC PRO

    So, zwischenzeitlich ist einiges passiert:

    1. Spurstangen

    Ein Problem beim AM10SC, egal ob PRO oder Standard, ist die lausige Lagerung der mittleren Spurstange/Ackermann. Diese ist als gebogener Draht (Durchmesser 3,0 mm) mit zwei Gewinndeenden in M3 ausgeführt und wird einfach so in die beiden Lenkzwischenhebel eingesetzt und mit zwei Sechskantmuttern darin verschraubt. Die Verbindung zwischen dem Draht und den Lenkzwischenhebeln bekommt relativ zügig Spiel, was die Lenkung insgesamt ungenau werden und die Räder bei hohen Geschwindigkeit herumschlackern lässt.

    Da ich sehr gute Erfahrungen mit den Kugelköpfen von RC4WD gemacht habe, habe ich den gebogenen Draht durch eine Spurstange in M4 mit Rechts-Linksgewinde (38 mm Länge, Hersteller Arrowmax) sowie zwei kurzen Kugelköpfen besagten Herstellers ersetzt. Das Ergebnis sieht dann so aus:

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Name:	Modifizierte Spurstange eingebaut.jpg 
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    So ganz bin ich noch nicht zufrieden: Das System ist zwar Spielfrei, aber die Lenkzwischenhebel zu labil. Ich überlege, die Lenkzwischenhebel aus Alu nachzubauen. Allerdings bin ich mir noch nicht schlüssig, ob ich auf den Servosaver verzichten soll oder nicht.

    Die beiden äußeren Spurstange wurden ebenfalls mit Kugelköpfen von RC4WD und einer 51mm langen Spurstange aus Titan in M4 von Arrowmax gebaut.

    Die Anlenkung vom Servo zum Servosaver ist genauso konstruiert: 35 mm lange Spurstange in M3 aus Titan von Arrowmax und zwei kurze Kugelköpfe von RC4WD:

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    Der Servoarm ist noch ein Provisorium aus Plastik, um die optimale Länge des Hebels zu ermitteln. Danach kommt dann etwas stabiles an diese Stelle.


    2. Differentiale

    Das Chassis war bei Kauf bereits mit dem optionalen Mitteldiferential ausgestattet. Dieses war allerdings hakelig, sprich zu schwergängig bezüglich seines Innenlebens. Da das Hinterachsdifferential an Triebling und Kronrad ziemlich runtergeritten war, habe ich die Eingangswelle, den Triebling, das Kronenrad sowie die vier Zahnräder im Inneren des Differentials komplett erneuert. Die alten vier Zahnräder aus dem Inneren sind dann ins Mitteldifferential gewandert. Alle Differentiale habe Verschraubungen in Alu bekommen. Die Differentiale habe ich mit Silikonöl in den Viskositäten 7.000/30.000/4.000 CSt (Vorne/Mitte/Hinten) befüllt. Leider habe ich zu spät herausgefunden, dass es für den AMEWI AM10T EXTREME optional Differentialgehäuse aus Alu gibt, die auch in das AM10SC passen (das Achsgehäuse ist baugleich).

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Name:	Zusammenbau Differential HA.jpg 
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Name:	Differential HInterachse.jpg 
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Name:	Mitteldifferential montiert 1.jpg 
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    Die Sitze der Kugellager weite ich immer mit leichten Körnerschlägen auf, damit die Lager absolut spielfrei sitzen und sich nicht auf dem Lagersitz drehen können. Hier exemplarisch am Mitteldifferential zu sehen:

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    Ich mach das so auch an den Radlagern (Radmitnehmer und Antriebswellenenden).

    Hier noch ein paar Bilder von der Eingangswelle des Hinterachsdifferentials:

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Name:	Ritzel Differential Detail 1.jpg 
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Name:	Ritzel Differential Detail 2.jpg 
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    Ich lege immer eine U-Scheibe aus Alu zwischen Schraube und Ritzel, damit ein besserer Formschluss zwischen Schraube und Ritzel hergestellt wird.


    3. Querlenker

    Ein weiteres Manko des AMEWI-Fahrwerks sind die oberen Querlenker: Sowohl an der Hinterachse als auch an der Vorderachse können die Radnaben nach vorne wie hinten ausweichen, was Veränderungen der Spur und somit Unruhe im Fahrverhalten bewirkt. Deswegen gab es die optionalen unteren Querlenker aus Alu. Diese saßen aber auf den inneren Wellen, mit denen sie am Chassis befestigt werden, nicht spielfrei. Also habe ich das Spiel mittels Madenschrauben auf null gesetzt:

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    Bei den Plastikquerlenkern drehen sich die Wellen auch in den Kunststoffeinlagen der Querlenkerhalter, was die Kunststoffeinlagen gut vertragen. Aus diesem Grund habe ich die originalen verchromten Wellen der Querlenkerlagerung auch noch nicht durch solche aus Titan ersetzt.

    Da durch die deutlich verwindungsteiferern unteren Querlenker der C-Hub bzw. das hintere Radnabengehäuse nun mehr Belastung erfahren, müssen diese besser gestützt werden. Deswegen habe ich jeweils die obere Führung von C-Hub bzw. Radnabengehäuse verdoppelt. Auch hier habe ich Kugelköpfe von RC4WD genommen, allerdings in M3 und passende Spurstangen aus Titan von Arrowmax (51 mm hinten, 54 m vorne). Um das Ganze vernünftig mit dem Chassis zu verbinden, habe ich die originalen Dämpferbrücken aus 3,5mm-Alu jeweils in 3mm-Carbon kopiert und gedoppelt. Das Ergebnis sieht an der Hinterachse dann so aus:

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Name:	oberer Querlenker HA.jpg 
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    Für die Vorderachse musste dann noch eine neue Aufnahme für die Befestigung der oberen Querlenker einschließlich Drehpunkt für das Radnabengehäuse/Achsschenker gebaut werden. Das Ergebnis:

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Name:	oberer Querlenker VA.jpg 
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    4. Stoßdämpfer

    Eigentlich habe ich gedacht, dass die am Chassis noch verbauten Seriendämpfer fertig sind. Nach dem Zerlegen bot sich ein besseres Bild: Nur die Staubschutzhüllen der Kolbenstangen waren hinüber, die Kolbenstangen selbst in bester Verfassung, genauso wie die Zylinder. Einziges Problem: Einer der unteren Federteller fehlte und für die Dämpfer des AM10SC PRO ist dass passende Ersatzteilset nicht mehr lieferbar. Es passen aber auch die Federteller vom AM10T EXTREME, wie übrigens auch die Kolbenteller. Die O-Ringe wurden erneuert und die Dämpfer mit Silikonöl in 600 bzw. 500 CSt (HA/VA) befüllt. Die oberen schraubbaren Federteller haben jeweils noch mittels Feile eine kleine Kerbe erhalten, um die Federvorspannung problemlos gleichmäßig einstellen zu können.

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Name:	Stoßdämpfer HA.jpg 
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    5. Zusammengebautes Chassis

    So sieht das rollende Ergebnis aus:

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Name:	Vorderachse Aufsicht.jpg 
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    Derzeit warte ich auf Regler, Motor und Empfänger. Bezüglich des Reglers habe ich mich doch noch umentschieden: Anstatt des XERUN XR8 SCT habe ich mich jetzt für den XR8 Plus entschieden, einfach um mir die Option "6S" offen zu halten. Beim Motor musste ich allerdings beim 4268SD mit 2.600 KV bleiben, weil der 4274SD zu lang geworden wäre. Dann hätte der zweite Akku nicht mehr auf die Seite des Motors ins Chassis gepasst.

    Florian
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  15. #15
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    AW: Neuaufbau AMEWI AM10SC PRO

    Nachdem letzte Woche die BL-Combo angeliefert wurde, habe ich am Wochende die Kiste zu Ende gebaut. An dem Verlöten der dicken Kabel bin ich aber fast gescheitert, weil meine Lötstation nicht genug Leistung hergegeben hat. Entsprechend bescheiden war dann auch das Ergebnis. Habe mir dann die Woche einen preiswerten, aber leistungsstarken Lötkolben bei C. bestellt. Heute war er dann da und ich hab gleich die Kabel ordentlich an Motor und Regler angelötet:

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Name:	IMG_0668.jpg 
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    Ich habe lange überlegt, wo ich den nicht ganz leichten und auch etwas sperrigen Regler positioniere. Da ich das Chassis bis dahin noch nie gefahren bin, konnte ich schlecht einschätzen, wie die Gewichtsverteilung ist bzw. wo ich am besten noch Gewicht hinsetze. Im Endeffekt blieb aber nur eine Position übrigen, nämlich hinten direkt neben dem Motor. Hat den Vorteil, dass die Kabel zum Motor ausgesprochen kurz gehalten werden können und die Combo möglichst weit vom Empfänger weg ist. Für den Regler musste ich dann noch einen Halter aus 1mm-Alublech bauen, damit ich ihn über dem Akku platzieren kann. Das bringt zwar den Schwerpunkt etwas nach oben, geht aber letztlich nicht anders (jedenfalls bin ich auf keine andere Lösung gekommen).

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    Die ganzen Kabel, vor allem die kleinen Leitungen von Servo und Regler zum Empfänger muss ich noch besser verlegen bzw. ordnen. Das ist alles noch provisorisch.

    Auf der anderen Seite am Motor und dem zweiten Akku geht es auch eng zu:

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    Um den zweiten Akku vor dem Motor zu platzieren, musste ich ein ganzes Stück von der vorderen Chassis-Brücke wegnehmen:

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    Vermutlich werde ich in diesem Bereich noch ein Alublech bauen, um diese Schwachstelle durch eine zusätzliche Verstrebung der Brücke runter zur Chassisplatte zu beseitigen.

    Der Servo hat zwischenzeitlich einen stabilen Arm bekommen:

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    Der Arm ist von Robotronic und wurde mit einer zusätzlichen Gewindebohrung im Abstand von 14 mm anstatt original 16 mm versehen. Über den kürzeren Hebel spricht die Lenkung vor allem um die Mittellage etwas softer an. Den Rest des Arms habe ich abgeschnitten.

    Mit dem Arm bin ich aber nicht wirklich zufrieden, weil die Verzahnung falsch ist: In Nullstellung des Servos steht der Arm schief, sprich nicht senkrecht zur Chassisplatte. Das ergibt unterschiedliche Stellgeschwindigkeiten für die beiden Lenkrichtungen, was dem Fahrverhalten nicht zuträglich ist.

    Zwischenzeitlich habe ich auch ein paar kleine Probefahrten gemacht und bin beeindruckt: Die BL-Combo ist an 4S erwartungsgemäß leistungsstark. Die über den Sensor gesteuerte Turbo-Funktion des Reglers bei vollgas habe ich vorerst bei "7" eingestellt, "14" ist möglich. Trotzdem ist der Effekt merklich: In dem Moment, wo der Gashebel am Sender auf Anschlag geht, setzt unvermittelt ein deutlicher Zusatzschub ein. Man kann auch eine Verzögerung für das Einsetzen der Turbofunktion einstellen, muss ich aber noch ausprobieren.

    Ansonsten steuert der Regler den Motor ziemlich gut: softes Anfahren, exakt dosierbare Leistungsabgabe und bei Bedarf quasi verzögerungslos Maximalleistung.

    Was auch ganz interessant ist, ist die Ausrollfunktion des Reglers, der den Motor bei Gashebelstellung "Neutral" kontrolliert abbremst, etwa so wie bei einem Bürstenmotor.

    Der Servo ist erwartet gut: An 7,4 V ist das Teil im Zusammenspiel mit dem Futaba-Sender-Empfänger-Mix richtig zackig! Vielleicht sind gute 20 kg Stellkraft etwas viel für das kleine Fahrzeug, dafür wird die Lenkung aber auch immer exakt in Position gehalten. In einem meiner anderen SC, den mein Sohn fährt, habe ich den SC-0251MG von Savöx drin. Der gefällt mir bei weitem nicht so gut wie die beiden Servos von Futaba. Der Savöx spricht vor allem aus der Ruhestellung heraus viel gröber an. Möglicherweise liegt das aber auch am nicht ganz so wertigen Sender-Empfänger-Paket.

    Jetzt muss ich nur noch neue Dämpfer besorgen: Die Federn für die Originaldämpfer haben sich als viel zu weich herausgestellt und passende, härtere Federn mit einem Innendurchmesser von 18 mm find ich einfach nicht. Aktuell habe ich den Satz Standarddämpfer aus dem AM10SC verbaut, was bezüglich der Federhärte ok ist, aber mit Dämpferlängen von 85 bzw. 75 mm viel zu wenig Federweg bietet.

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    Und dann muss nur noch das Wetter passen...

    Florian
    Geändert von HJ61 (31.01.2019 um 10:40 Uhr)
    AM10SC
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  16. #16
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    AW: Neuaufbau AMEWI AM10SC PRO

    Ich hatte ja schon geschrieben, dass die Verbindungsstange zwischen den beiden Lenkzwischenhebeln in diesen noch etwas Spiel hat bzw. nicht fest genug fixiert werden kann. Das liegt an der Fase im Bereich der Bohrung, die dort ab Werk existiert, damit dieser lausige gebogene Draht halbwegs leicht in diesem Bereich gleiten kann.

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    Ich habe jetzt eine Hülse in den Abmessungen 3x5,5x2 mm (Innendurchmesser x Außendurchmesser x Höhe) in den Lenkzwischenhebel eingesetzt, indem ich das vorhandene Loch auf der Seite mit der Fase in einer Tiefe von ca. 1,8 mm auf 5,5 mm aufgebohrt habe.

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    So sieht das fertige Konstrukt dann aus:

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    Wenn man jetzt den Kugelkopf am Lenkzwischenhebel festschraubt, wird die Hülse durch den Kugelkopf in den Kunststoff gedrückt und die Verbindung wird bombenfest.

    Den anderen Lenkzwischenhebel mit dem Servosaver habe ich genauso bearbeitet.

    Florian
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  17. #17
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    AW: Neuaufbau AMEWI AM10SC PRO

    Habe mich zwischenzeitlich weiter mit den Dämpfern beschäftigt, was man auch hier

    http://www.rc-forum.de/showthread.ph...schwerg%E4ngig

    nachlesen kann.

    Zuerst hatte ich mir, weil günstig angeboten, einen Satz Dämpfer vom TD DEX410 samt kompletten Federnsatz für vorn und hinten gekauft. Ergebnis: Dämpfer technisch um Welten besser als die AMEWI-Standarddämpfer, aber die Federrate ist selbst in der härtesten Variante für das Gewicht des Fahrzeugs deutlich zu schwach. Die Dämpfer fahren jetzt mit den härtesten Federn im AM10SC meines Sohnes durch die Gegend. Sein Fahrzeug hatte damit deutlich an Dynamik gewonnen, mein PRO dagegen seine Dämpfer verloren...

    Dann hat mir ein nettes Forenmitglied seine leicht gebrauchten Dämpfer aus dem TD DESC410 angeboten. Dabei handelt es sich um die Big Bore Variante der TD Dämpfer für den Maßstab 1/10. Dazu habe ich mir den kompletten Satz Federn medium bis hart, jeweils für vorne und hinten besorgt (sog. white series). Aktuell sind hinten die Federn mit 59,44 g/mm (hellbraune Kennung) und vorne mit 132,14 g/mm (orangene Kennung) drin. Die Dämpfer habe ich angesichts der zwar reichlich vorhandenen (= sechs), aber sehr dünnen Löchern in den Kolbenplatten mit 400 CSt hinten und 500 CSt vorne befüllt.

    Eine ausgiebiger Test des Setups steht derzeit noch aus.

    Florian
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  18. #18
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    AW: Neuaufbau AMEWI AM10SC PRO

    Zwischenzeitlich gab es auch eine neue Karosse von Pro-Line und meinen ersten Versuch, Lexan von innen zu lackieren:

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    Und es fanden auch die ersten Fahrten statt und dabei gab es Bruch zu verzeichnen:

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    Dieser Schaden trat nach einem mehrfachen seitlichen Überschlag auf gepflasterten Untergrund auf. Ansonsten scheinen die Komponenten der Motorleistung und der Geschwindigkeit halbwegs gewachsen zu sein.

    Das Fahrverhalten ist an sich in Ordnung. Einziges Thema ist derzeit, dass das Fahrzeug beim Bremsen auf griffigen Untergrund konsequent nach Rechts zieht und dabei eindreht. Mit den Reifen von Louise (Uphill in soft) ist es besser geworden, aber immer noch bei starken Bremsvorgängen vorhanden. Ich vermute, dass irgendetwas am Fahrwerk auf der rechte Seite nachgibt.

    Vielleicht hat jemand einen Tipp??!!

    Florian
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  19. #19
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    AW: Neuaufbau AMEWI AM10SC PRO

    Cool, die Farben passen

  20. #20
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    AW: Neuaufbau AMEWI AM10SC PRO

    Zitat Zitat von Philipp99 Beitrag anzeigen
    Cool, die Farben passen
    Danke!

    Ist meines Wissens die übliche Farbkombination für Wettbewerbsfahrzeuge von Toyota.

    Florian
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