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    Mitglied Avatar von Mad Otto

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    Grundbegriffe RC-Helikopter

    Einige Grundbegriffe die im Zusammenhang mit RC-Helikopter benutzt werden

    Der Begriff "Drehflügler" besagt, dass der Helikopter seinen Auftrieb aus "rotierenden Flügeln", dem Rotor, erhält. Das Ergebnis dieser Tatsache ist, dass ein Heli keinerlei Vorwärtsfahrt benötigt um fliegen zu können - er kann "hovern", also schweben.

    zyklische Blattverstellung
    Die zyklische Verstellung der Rotorblätter wird benötigt um den Heli um die Roll- und Nickachse bewegen zu können. Eine Änderung der zyklischen Steuerung bewirkt eine Änderung des Einstellwinkels eines Rotorblattes in Abhängigkeit seiner Position auf der Kreisbahn des Rotors. Dies wird durch kippen und neigen der Taumelscheibe erreicht, was im Endeffekt den Helikopter selbst neigt und in die gewünschte Richtung bewegt.

    kollektive Blattsteuerung
    Die kollektive Blattverstellung ermöglicht die vertikale Bewegung, also steigen und sinken des Helis. Der Einstellwinkel aller Rotorblätter wird hierbei gleichzeitig und gleichmäßig durch heben bzw. senken der Taumelscheibe verändert.

    Drehmomentausgleich
    Der sich drehende Rotor erzeugt ein Moment welches den Helikopter in die entgegengesetzte Richtung drehen lässt. Dieser Effekt muss ausgeglichen werden, was durch den Heckrotor erreicht wird. Um das Ausgleichsmoment beeinflussen zu können, kann der Einstellwinkel der Heckrotorblätter verändert werden, was dadurch auch eine Kontrolle der Bewegung um die Hochachse (Drehbewegung) ermöglicht.

    Schweben
    Das ist der Flugzustand des Helis, wenn er auf einer festen Position ohne Bewegung in irgendeine Richtung, in der Luft steht.

    Ground Effekt (Bodeneffekt)
    Mit dem Bodeneffekt hat man nur zu kämpfen solange das Modell sich in geringer Höhe befindet. Er wird mit zunehmender Höhe geringer und ist in einer Höhe von etwa 1 bis 1,5 fachem Rotordurchmesser nicht mehr vorhanden. Im normalen Flug kann der Luftstrom der durch den Rotor erzeugt wird frei abfließen. Im Bodeneffekt aber trifft die Luft auf ein Hindernis (Boden) und bildet ein Luftkissen. Im Bodeneffekt kann ein Hubschrauber ein größeres Gewicht tragen, aber seine Fähigkeit eine Position halten zu können, ist vermindert. Das Resultat dabei ist, dass er in eine unvorhersehbare Richtung abdriften kann.

    Steigen
    Die überschüssige Kraft, die nicht dazu benötigt wird den Heli am Schweben zu halten, kann zum Steigen genutzt werden. Vertikales Steigen benötigt dabei weitaus mehr Energie als ein Steigflug mit Vorwärtsbewegung. Ein Heli der mit Vorwärtsbewegung mit einer bestimmten Motorleistung steigt, wird schneller Höhe gewinnen als der selbe Heli im vertikalen Steigen.

    Level Flight
    Ein Heli wird die wenigste Leistung im horizontalen Geradeausflug (bei etwa halber Leistung) benötigen. Wenn das Modell für den exakten stationären Schwebeflug ausgetrimmt ist, wird er im Vorwärtsflug in eine Richtung abdriften. Dieser Umstand liegt darin begründet, dass das vorwärts fliegende Blatt durch die zusätzliche Vorwärtsbewegung mehr Auftrieb erzeugt als das gegenüberliegende Rotorblatt, bei dem der gegenteilige Effekt auftritt. Dadurch wird der Hubi etwas seitlich geneigt und drängt zu einer Seite ab.

    Sinken
    Wenn bei relativ niedriger Rotordrehzahl ein schneller vertikaler Sinkflug eingeleitet wird, kann durch unzureichenden Luftdurchsatz die Strömung an den Rotorblättern abreissen. Der Heli ist in diesem Zustand unkontrollierbar und die Folge ist dann normalerweise ein Absturz. Ein schneller Abstieg ist nur möglich mit Vorwärtsfahrt, oder bei hohen Rotordrehzahlen. Aus dem selben Grund ist bei Richtungswechseln in die Windrichtung erhöhte Vorsicht angebracht.

    Schlagbewegung der Rotorblätter
    Es wurde bereits bemerkt, dass das sich vorwärts bewegende Rotorblatt einen höheren Auftrieb erzeugt als das sich nach hinten bewegende Blatt. Die dadurch auftretenden Momente und Schwingungen können vermindert werden, indem man den Blättern erlaubt sich in einem gewissen Rahmen frei bewegen zu können. Der Rotorkopf unserer kleinen RC-Helis ist zu diesem Zweck mit einem einfachen Schlaggelenk ausgerüstet welches beiden Blättern gleichzeitig diese Bewegungsfreiheit gibt. Gleichzeitig wird dadurch die ansonsten auftretende Biegung der Rotorblätter vermindert.
    Bei unseren RC-Helis wird dies durch eine simple Gummilagerung der Blattlagerwelle erreicht. Dies ist einen einfache aber effektive Lösung dieses Problems.

    Autorotation
    Der Rotor unserer Helis wird mit großer Leistung angetrieben. Fällt diese aus, so reduziert sich seine Drehzahl drastisch und schliesslich stürzt der Heli zu Boden.
    Aber wir haben ein gutes Mittel - die Autorotation. Diese läßt unseren Heli zu Boden segeln wie es auch Flächenflieger ohne Antrieb tun.
    Voraussetzung ist die schnelle Reaktion auf den Motorstillstand. Der Pitch muss sofort unter Schwebeflugniveau, also in den leicht negativen Bereich zurückgenommen und der Heli in die Normalfluglage gebracht werden.
    Die Rotorblätter werden nun von unten angeströmt und wirken durch den negativen Anstellwinkel so etwa wie Windräder. Im günstigsten Fall behalten sie ihre Drehzahl und der Heli kann damit kurz vor dem Aufsetzen abgefangen werden.
    (DerMicha - Helischool)

    to be continued...
    Geändert von Mad Otto (16.01.2008 um 16:32 Uhr)
    TRex 450XL Carbon, S/SE/SE-V2
    Vario Skyfox Bell 222
    Vario Long Ranger mit Hängemechanik

  2. #2
    DerMicha
    Gast

    Autorotation

    Der Rotor unserer Helis wird mit großer Leistung angetrieben. Fällt diese aus, so reduziert sich seine Drehzahl drastisch und schliesslich stürzt der Heli zu Boden.
    Aber wir haben ein gutes Mittel - die Autorotation. Diese läßt unseren Heli zu Boden segeln wie es auch Flächenflieger ohne Antrieb tun.
    Voraussetzung ist die schnelle Reaktion auf den Motorstillstand. Der Pitch muss sofort unter Schwebeflugniveau, also in den leicht negativen Bereich zurückgenommen und der Heli in die Normalfluglage gebracht werden.
    Die Rotorblätter werden nun von unten angeströmt und wirken durch den negativen Anstellwinkel so etwa wie Windräder. Im günstigsten Fall behalten sie ihre Drehzahl und der Heli kann damit kurz vor dem Aufsetzen abgefangen werden.


    DANKE - wurde so in den Beitrag eingefügt und in der FAQ übernommen

    Markus
    Geändert von Mad Otto (16.01.2008 um 17:40 Uhr)

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